Chapter

Erster Teil

Es ist ein trüber, trauriger Winternachmittag. Die zahlreichen Lichter, die den Bahnhof Paddington erhellen sollen, schimmern nur matt durch den feuchten Nebel, der die weite Halle in einen dichten Schleier hüllt. Der breite Perron ist von dem Getriebe, das der Abfahrt eines Zuges stets voranzugehen pflegt, erfüllt. Nur die Zeitungsjungen haben es verhältnismäßig ruhig, weil jeder Reisende sofort nach dem Einsteigen das Fenster heraufzieht, um möglichst wenig Nebel hereinzulassen. Die Thüre des Coupés wird erst wieder geöffnet, wenn andere Reisende, die sich inzwischen auch ein Billet gelöst haben, ihr Recht auf einen Platz im Waggon geltend machen – ein Vorgehen, das übrigens dem Zuerstgekommenen stets in höchst selbstsüchtigem Lichte erscheint, da der andere sich ja ebensogut ein anderes Coupé hätte wählen können. Endlich hat der leichtfüßige Junge, der so behend auf den Waggons herumrennt und von einem zum anderen springt, die letzte Lampe angesteckt, der Schaffner die letzte Thüre zugeworfen, ist in das Dienstgelaß gesprungen und auf die Minute pünktlich fährt der Fünfuhrzug von London ab. In einem Coupé der ersten Wagenklasse befinden sich drei Personen, zwei Erwachsene und ein kleines Kind. Daß die beiden Reisenden, ein Mann und eine Frau, nicht zusammengehörten, fiel sofort in die Augen; ebenso leicht erkannte man in dem Herrn einen erfahrenen Reisenden. Sobald sich der

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