I.
I. Die untere Donau besitzt alles, was der Lustwanderer am meisten begehrt: schöne Gegenden voll eigenthümlichen neuen Reizes, die an großartiger Pracht die gepriesensten Rheinstrecken noch übertreffen und sich in ihrem wildromantischen Gepräge von denselben auffallend unterscheiden; bequeme Reisegelegenheit aus trefflichen und zahlreichen Dampfern; das Verdienst der werdenden zeitgeschichtlichen Bedeutung, denn die Donau steht jetzt im Begriff, ihren Rang als Weltstraße wieder einzunehmen, und mehr als hunderttausend frische Burschen in des Kaisers weißem Röcklein haben begonnen die Bahn zu brechen. Nur eines fehlt der Donau noch: die reisenden Briten. Ich rede im vollen Ernste. Die Engländer waren seit mehr als einem halben Jahrhundert noch überall der Vortrab des großen Zugs der Lustreisenden; sie haben den Rhein, die Schweiz, Italien in die Mode gebracht, und sie werden — wenn nicht alle Zeichen trügen, in ziemlich naher Zeit — auch die Donau in Aufnahme bringen. Es gehört zwar zum neuesten Ton, ich weiß es recht gut, über die Menge der Engländer loszuziehen, welchen wir in vielbesuchten Gegenden auf Schritt und Tritt begegnen; namentlich geben sich dieser Laune einige französische Feuilletonisten hin, voran der russenfreundliche Jules Lecomte, sonst ein angenehmer Plauderer; aber bei alledem ist der Donau gar nichts besseres zu wünschen, als daß der Zug der vielgeschmähten