Zweiter Teil (Fortsetzung)
Fortsetzung »Ich fahre selbstverständlich hin!« entschied ich, während ich eilig heimging. »Sofort fahre ich hin. Es ist sehr wahrscheinlich, daß ich sie allein treffe: ob sie allein ist, oder ob jemand bei ihr ist, – das ist ganz einerlei: ich lasse sie herausrufen. Sie wird mich empfangen; sie wird sich wundern, aber sie wird mich empfangen. Und wenn sie mich nicht empfangen will, so bestehe ich darauf, daß sie mich empfängt, ich lasse ihr sagen, es wäre etwas sehr Dringendes. Sie wird glauben, es handle sich um irgendeine Nachricht wegen des Dokumentes, und wird mich empfangen. Und ich werde die ganze Wahrheit über Tatjana erfahren. Und dann . . . und was dann? Wenn ich im Unrecht bin, werde ich sie um Verzeihung bitten, und wenn ich im Recht bin und sie schuldig ist, dann ist ja sowieso alles aus! Wie es auch sei – es ist immer alles aus! Was riskiere ich also? Nichts riskiere ich. Ich fahre hin! Ich fahre hin!« Aber . . . Ich werde es nie vergessen und mich immer voll Stolz dessen erinnern, daß ich nicht hingefahren bin! Niemand wird es erfahren, ich werde es in mein Grab mitnehmen; aber ist es nicht genug, daß ich es weiß, und daß ich in solch einem Augenblick einer so edlen Gesinnung fähig war! »Das ist eine Versuchung, aber ich werde sie bestehen«, entschloß ich mich endlich, nachdem ich mich auf mich selbst besonnen hatte. »Er hat mich durch eine Tatsache in Versuchung