Erster Teil
Ich konnte nicht anders, und so setzte ich mich denn hin, um diese Geschichte meiner ersten Schritte auf dem Felde dieses Lebens zu schreiben. Und doch hätte ich es wohl ebensogut lassen können . . . Eins weiß ich ganz genau: in meinem ganzen Leben setze ich mich nicht noch einmal hin und schreibe eine Selbstbiographie, und wenn ich hundert Jahre alt werde. Ein Mensch muß gar zu erbärmlich in sich selbst verliebt sein, um ohne Schamgefühl über sein eigenes Leben zu schreiben. Meine einzige Entschuldigung ist, daß ich beim Schreiben nicht den Zweck verfolge, den sonst alle dabei verfolgen: ich schreibe nicht, um mich von meinen Lesern bewundern zu lassen. Wenn ich mich entschlossen habe, alles Wort für Wort aufzuzeichnen, was mir seit dem verflossenen Jahr begegnet ist, so entspringt das einer inneren Notwendigkeit: so stark und tief haben mich alle diese Ereignisse berührt. Ich werde nur Tatsachen berichten und mir die größte Mühe geben, allen unnützen Ballast zu vermeiden und insbesondere alle literarischen Schönheiten. So ein Schriftsteller schreibt dreißig Jahre lang, und am Ende weiß er gar nicht, warum er alle diese Jahre hindurch geschrieben hat. Ich bin gewiß kein Schriftsteller und möchte gar keiner sein, und ich würde es für eine Geschmacklosigkeit und Erbärmlichkeit halten, das Innerste meiner Seele und eine hübsche Beschreibung meiner Gefühle auf den Literaturmarkt