Chapter

Erstes Kapitel

Und eines schönen Tages, beim Mittag, sagte die Mutter zu Wanjuschka Kusin: »Wanja, du solltest fort, in die Stadt.« Wanjuschka sagte nichts, er schälte eine heiße Kartoffel, blies sich geräuschvoll auf die Finger, formte seine Lippen zum Trichter und hob und senkte ärgerlich die Brauen. Die Mutter sah ihm in sein rundes, jugendliches Gesicht, seufzte und sagte noch einmal, mit gedämpfterer Stimme: »Du solltest fort, wirklich ...« »Und dann?« fragte Wanjuschka und ließ die Kartoffel aus einer Hand in die andere wandern. »Ja, nimm halt dein Beil und geh ...« »Da giebt's genug solche, wie ich einer bin, mit Beilen ...« »Na, dann nimmst du die Schaufel ... Jetzt wird ja bald das Eis in die Keller geführt ... Hier kannst du Holz hacken, dort bekommst du was anderes ... Weißt du, und so kannst du dich so durchfüttern. Geh doch nur, Wanja ... Wanjuschka hatte große Lust, in die Stadt zu gehen, aber er antwortete der alten Frau mit keiner Silbe. In den zwei Wochen, seit sein Vater tot war, hatte Wanjka sich als durchaus unabhängiger Mann fühlen gelernt. Auf dem Leichenschmaus für den Vater hatte er zum erstenmal Branntwein getrunken, ohne daß ihm einer dafür was gethan hätte, und seitdem ging er im Dorf herum, die Brust heraus, die Brauen wichtig und sorgenvoll hinaufgezogen, und redete mit seiner Mutter in der kurzen, abgehackten Art, die er von seinem Vater her kannte ... Nach dem

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