Chapter

Auch eine Karriere

Die kleine Provinzstadt war in einer gewissen Aufregung. Es hatte sich etwas begeben, was für sie ein Ereignis war. Die kleine Provinzstadt war und ist noch eine preußische Beamtenstadt. Fünf- bis höchstens sechstausend Einwohner, und davon über tausend königliche Beamte. Verteilt an ein Oberlandesgericht, eine Regierung, ein Konsistorium, an ein Land- und Stadtgericht, ein Landratsamt, eine Polizeidirektion, soundso viele Rezeptionen usw. Verteilt an alle diese Behörden als Präsidenten, Direktoren, Räte, Assessoren, Referendare, Schalterbeamte und Unterbediente und wie die technischen Namen weiter heißen, bis zu dem Ofenheizer hinunter, der einem Fremden das neue Sitzungszimmer mit der neu eingerichteten russischen Heizung zeigt und dabei mit der vollen Wichtigkeit des Beamten sagt: »Hier halten wir Sitzung, und hier heizen wir ein!« Wenn ein Prinz des Königshauses ankommt oder abreist, so ist es ein Ereignis für die Residenz. Wenn in einer kleinen Beamtenstadt ein neuer Beamter ankommt oder ein alter Beamter abgeht, so ist es ein Ereignis für die kleine Stadt. Ist es gar ein Rat, der sogar in die Residenz berufen ist, so ist es ein Ereignis, das die kleine Stadt wohl in eine gewisse Aufregung versetzen kann. Der Rat Hartwig von dem Oberlandesgericht der kleinen Provinzstadt war von dem Justizminister nach Berlin berufen. Vorläufig nur als Hilfsarbeiter im Ministerium; aber es

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