Chapter

Vierter Band

Nach einem in der »Neuen Stadt London« verbrachten ruhigen Abend und einer nochmaligen, vertraulichen Unterhaltung mit der Wirthin überzeugte sich Maurice, daß er in Seacomb ferner nichts erfahren könne. Er lenkte das Gespräch mit Frau Chadwick auf die Familie von Schloß Penwyn, auf den alten Squire und dessen Söhne, deren Andenken durch die Alles mildernde Zeit geheiligt, durch alte Erinnerungen und Verknüpfungen verschönert — wie eine Ruine, deren verfallene Thore und Bogen durch den umrankenden Epheu und die anderen Schlinggewächse verschönert wird — den Herzen der älteren Bewohner Seacombs theurer waren, als der jetzige Squire und seine liebliche Gattin. »Ich will ja durchaus nicht bestreiten, daß der jetzige Squire dem Handel mehr geholfen und der Umgegend in zwei Jahren mehr Gutes erwiesen hat, als der alte Squire in zehn,« sagte Frau Chadwick. »Aber der alte Squire hielt sich mehr zu uns, so zu sagen. Er trank sein Glas Apfelwein — der Squire war ein sehr mäßiger Mann — in meinem Schenkzimmer und unterhielt sich in so freundlicher und vertraulicher Weise mit mir, wie Sie und es freute Einen, ihn zu sehen, in seinem dunkelgrünen Rock, großen, blanken Knöpfen und braunen Stulpenstiefeln.« Ueber George Penwyn war Frau Chadwick voll des Lobes. Er war, wie sie Maurice erzählte, Jedermanns Liebling gewesen und sein Tod hatte die ganze Umgegend in große Betrübniß versetzt.

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