Die Erbschaft
Mitten in der Nacht (wie ich glaubte) trat Savory, mein Diener, Hauswirt und Mädchen für alles, in mein Schlafzimmer und weckte mich auf. Mit den Worten: »Der Herr wartet,« übergab er mir einen Brief, den ich zweimal durchlas, ohne seinen Inhalt im geringsten zu verstehen. Konnte sich jemand einen Jux mit mir machen wollen? Um endlich über die Sache ins klare zu kommen, richtete ich mich im Bett auf, rieb mir die erstaunten und noch halb schläfrigen Augen und las das Schreiben zum drittenmal durch, das folgendermaßen lautete: Gray & Quinlan Notare. Lincolns Inn, den 11. Juli 189.. »Sehr geehrter Herr! – Es ist uns eine angenehme Pflicht, Sie im Auftrage unserer New Yorker Vertreter, der Herrn Smiddy & Dann, Chamber Street Nr. 57, New York, zu benachrichtigen, daß es ihnen nunmehr gelungen ist, Ihre Ansprüche als des einzigen überlebenden Verwandten und gesetzlichen Erben ihres verstorbenen geschätzten Klienten, des Mr. Aretas M'Faught, Ecke der Fünften Avenue und des Church Place, endgültig und rechtskräftig zu beweisen. »Da der Betrag Ihrer Erbschaft sehr ansehnlich ist und zwischen vierzehn und fünfzehn Millionen Dollars oder drei Millionen Pfund Sterling geschätzt wird, haben wir es für angemessen erachtet, Sie ohne Zeitverlust von Ihrem Glück in Kenntnis zu setzen. Unser Mr. Richard Quinlan wird sich die Ehre geben, Ihnen diesen Brief persönlich zu überbringen, und gern