Chapter

Kapitel 1

Es war ein warmer Augustabend und die Luft ruhig, als wir unsern Wagen verließen. Mein Freund, der Steuerrath, führte mich um das Dorf herum, an Wiesen vorüber, nach einem Wäldchen von Fichten, Birken und einzelnen Buchen. Wir waren in Dunkelheit und Stille gegangen. Als wir in das Wäldchen hineinschritten, war es darin noch dunkeler und stiller, als es am Dorfe und an den Wiesen gewesen war. Wir konnten in dem Wäldchen hundert Schritte zurückgelegt haben. Gerade vor uns, aber noch in weiter Ferne, wurde ein schwacher, unbestimmter Lichtschimmer wahrnehmbar. In derselben Richtung vernahm das Ohr ein unbestimmtes, summendes Geräusch. „Dort!“ sagte mein Freund, indem er mit der Hand nach Lichtschimmer und Geräusch hinwies. Ich hatte ihm nichts zu erwidern, und wir setzten unseren Weg fort, immer in gerader Richtung nach Schimmer und Geräusch. Der Schimmer wurde heller; ein weiter Raum schien von einer Menge von Lichtern erleuchtet zu werden. Das Geräusch wurde vernehmlicher; Menschenstimmen sprachen und lachten durch einander. Wir kamen den Lichtern und den Stimmen näher und immer näher und waren fast unmittelbar bei ihnen; nur noch eine hohe und dichte Hecke trennte uns von ihnen. Der Steuerrath führte mich an diese; es war eine Taxushecke. „Bleib’ Du hier stehen,“ sagte mein Freund. „Halte Dich ganz ruhig. Ich bin in zwei Minuten wieder bei Dir.“ „Wohin willst Du?“ fragte ich

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