Chapter

Erstes Buch

Der Diener, welcher die Karten der beiden im Vorzimmer wartenden jungen Damen überreicht hatte, harrte des Bescheides. Endlich hatte sich Frau Curtis schlüssig gemacht. Zuerst diese hier! sagte sie auf englisch, ihm die kleinere Karte hinhaltend, auf welcher der Name »Marie von Alden« stand. Der Mann verbeugte sich und ging, froh, diesmal so leichten Kaufes davongekommen zu sein. Er hatte vor Jahren einmal ein paar Monate bei dem englischen Gesandten gedient, sich seit der Zeit eingebildet, englisch zu sprechen, und war in dieser Zuversicht bei den Curtis in Kondition getreten. Die beiden jungen Herrschaften machten keine Ansprüche an seine Gelehrsamkeit: sie sprachen so fließend deutsch, als wenn sie nicht erst seit vierzehn Tagen von drüben gekommen, sondern mit Spreewasser getauft wären; aber mit den beiden alten Herrschaften war es ein Kreuz und ein Elend. Nicht durch seine Schuld, meinte Johann: im Englischen stand er seinen Mann; aber dieses amerikanische Kauderwelsch, das sie hier im Hause englisch nannten, mochte der Kuckuck verstehen. Er glaubte, die junge Dame, die er zu rufen gegangen war und jetzt durch ein zweites Vorzimmer zu der Thür des Boudoir der Gnädigen begleitete, auf den letzteren Uebelstand vertraulich aufmerksam machen zu sollen, worauf jene mit einem freundlichen Lächeln antwortete. Es sind nämlich schon sechs hier gewesen, fuhr er im Flüsterton fort;

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