Chapter

Ein Mannsbild namens Prack

Das Ganze war immerhin ein ziemlich verwegener Streich. Der Sachverhalt aber war der, daß sie, Rittmeister Arved v. Prack und der Oberleutnant Eberhard als Beobachter, am ersten November neunzehnhundertundachtzehn in Kärnten an der damals noch notdürftig haltenden Südfront in dem einsamen, von Tarvis gegen Nötsch sich hinziehenden Tal mit Ventilfederbruch notgelandet waren, in dem beginnenden Rückzug und all dem Durcheinander erst nach fünf Tagen Materialersatz bekommen und dann, während auf der Hauptstraße gegen Villach schon der Italiener vorfühlte, repariert, und von Jud und Christ und beinahe Liter für Liter sich das fehlende Benzin zusammengeschnorrt hatten... Und nun, am zwölften November und mithin drei Tage nach geschlossenem 6 Waffenstillstand, hinter der neuen italienischen Front aufgestiegen waren und gemächlich nach Hause... will sagen nach München flogen. - Die Benzinbeschaffung für diesen Heimflug war freilich das weitaus Schwierigste gewesen an diesem Wagnis. Tatsache ist, daß sie es sich, ihr einsames und vorerst unbesetztes Waldtal verlassend, als Holzknechte verkleidet, erbettelt und erschnorrt hatten. Von einem abseits liegen gebliebenen und nur ihnen bekannten österreichischen Depot, dessen Leute, verlumptes und flink in Zivil geschlüpftes Gesindel, nun mit den beiseite geschafften Kanistern einen Wucherhandel trieben. Von dem Sägereibesitzer Kraimöller in

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