Chapter

Ein Mahlstrom

»Da ist einmal nichts zu machen,« sagte Herr Andreas, der Verwalter des schönen Mühlengutes, Fossegaard genannt, das schon seit undenklichen Zeiten sich in dem Besitz der angesehenen Familie Foß befand. »Ganz und gar ist nichts zu machen. Der Herr Kommissär ist eben krank. Ihr müßt doch selbst sehen, daß oben im Eckzimmer beide Gardinen herabgelassen sind; – aber das hat keine Augen im Kopfe.« Diese Worte waren an einen Troß einfacher Leute gerichtet. »Und also ist er nicht zu sprechen, … auch morgen nicht, … überhaupt die ganze Woche nicht, – ja, am Montag vielleicht.« Herr Andreas war ein schneidiger Patron mit einer etwas krummen, in eine scharfe Spitze zulaufenden Nase und einem Paar schlauer, lebhaft ausschauender Augen; er verstand es, jedem in geschickter Weise beizukommen und auch heute den Mückenschwarm unbequemer Gäste vom Hofe zu vertreiben. Er saß im Comptoirzimmer, drüben in dem roten Gebäude, und fertigte die Leute ab, die gekommen waren, sich die Löhne auszahlen zu lassen. Ein ganzer Trupp stand draußen vor der Thür; denn Mads Foß vom Fossegaard hatte um diese Jahreszeit starken Bedarf an Fuhrwerken für seinen Mühlenbetrieb; viele Lasten von Mehl und Korn mußten von und nach der Stadt wie zum Stapelplatz hinabgeschafft werden, desgleichen gingen aus dem ganzen Gebiet von Bjölstad große Holzlieferungen für Rechnung des Herrn Foß ab, und er mußte viel fremdes

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