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Vorwort des Übersetzers

Die Gleichartigkeit der europäischen Großstädte, dieser Kreuzungsprodukte moderner, geistig noch nicht gemeisterter technischer Entwickelung und volkswirtschaftlichen Wachstums hat viel dazu beigetragen, daß die Kenntnis des Dorfes für das Studium nationaler Eigenart weniger verlangt und berücksichtigt wurde. Und doch bietet gerade das Bauernland, das sich weithin um die Großstädte dehnt – und dieses nicht nur im Osten Europas, wo das Bauerntum sichtbar überwiegt – eine Fülle von Aufschlüssen, an denen man nicht vorübergehen sollte. Die Tatsache, die uns der jetzige Krieg mit besonderem Nachdruck zu Bewußtsein gebracht hat, daß die europäischen Völker durchaus nicht das sind, als was sie sich in ihrem kosmopolitisch gefärbten Großstadtleben zeigen, wird den Wert der Beobachtungen und Bekenntnisse aus dem Bauernleben für eine praktische Völkerpsychologie augenscheinlicher machen. Auch das Interesse an dem Wohl und Wehe des Nährstandes der Nation, der für die Gegenwart und die kommenden Zeiten eine ganz neue Wichtigkeit erlangt hat, kommt noch hinzu. Es wird vielleicht gerade nach den Erfahrungen dieses allgemeineuropäischen Völkerringens begreiflicher, wenn man behauptet, die Kulturabstände, die das Bauerntum verschiedener europäischer Völker gegeneinander abgewogen zeigt, wären so groß, daß sie in einzelnen Fällen selbst einen Jahrhundertunterschied aufwiesen. Für eine Wertung

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