Erstes Kapitel. Ein Omnibus.
Gibt's Wohl etwas Drolligeres, als eine Person, die hinter einem Omnibus dreinläuft, der schon drei- bis vierhundert Schritte Vorsprung hat und sich immer weiter entfernt, weil der Conducteur rechts und links sieht, seine Münze zählt, die Blicke aber nicht auf den säumigen Wanderer richtet? Ist's ein Mann, so läuft er, bleibt dann stehen, streckt die Hände hoch in die Luft, schwingt seinen Hut oder Regenschirm, wenn er einen hat; wirbelt seinen Arm in der Höhe, als wollte er den Tambourmajor spielen; läßt Rufe erschallen, als he! he! ... ho! ho! ... Conducteur! ... hum! hum! ... dann läuft er wieder ein wenig hinterher und marschirt im Koth, um den verdammten Wagen einzuholen, den er doch nur besteigen will, um fein säuberlich und zierlich an den Ort seiner Bestimmung zu gelangen. Ist die nacheilende Person ein Frauenzimmer, dann läuft sie entweder gar nicht, oder sie läuft immer; die Damen verstehen sich nicht auf halbe Maßregeln, sie sind schneller entschlossen als wir, und zudem laufen sie mit Anmuth, haben noch die Gewandtheit, die besten Stellen des Pflasters auszusuchen, ohne es dabei an Zeichen für den Conducteur fehlen zu lassen; freilich halten sie ihr Kleid etwas stark in die Höhe; was liegt aber im Ganzen daran, seine Waden zu zeigen, namentlich wenn sie hübsch voll und abgerundet sind? und im Allgemeinen läßt man nur solche sehen. Diesmal war's ein junger Mann,