Vorwort
Meinem Vater in kindlicher Liebe O. M. Ein Golgatha ist von den Patrioten hart mitgenommen worden – diese Leute verstehen nämlich keinen Spaß – ebenso hart mitgenommen wie ein Faß deutschen Bieres – was wohl dazu geeignet wäre meine Eigenliebe zu beleidigen – oder eine Oper von Wagner – was ihr nur schmeicheln könnte. Die Patrioten haben aus meinem Buche ein kurzes Kapitel herausgelöst, worin in schmerzlichen Worten vom Kriege die Rede ist, (vielleicht hätten sie es lieber gesehen, daß ich in scherzendem Tone darüber gesprochen, wie über ein Vaudeville oder ein Ballet etwa) und an diesem einen, losgelösten Kapitel haben sie nun ihren vaterländischen Feuereifer ausgelassen, sodaß diejenigen, die das Buch noch nicht gelesen, glauben könnten, Ein Golgatha sei ein militärischer Roman. Beleidigende, ja, vernichtende Bezeichnungen sind mir nicht erspart worden, und es fehlte nicht an Auseinandersetzungen, die vom ungeduldigsten Patriotismus überströmten. Einige wollten, mit einem Lächeln auf den Lippen, in vierundzwanzig Stunden für das Vaterland sterben, um mir zu beweisen, daß die Vaterlandsliebe nicht tot sei, daß ich sie nicht aus der Welt geschafft habe. Bei dieser Gelegenheit habe ich Sätze gelesen, die bewunderungswürdig sind, und die es verdienten, noch feucht von der Tinte, in die unparteiische und endgültige Geschichte eingereiht zu werden. Ich gebe gern zu, daß es ein