Des Märzen Iden
Es war eine halbe Stunde nach Mitternacht, als ich in den Albanyklub, die letzte Zufluchtsstätte, die mir meine Verzweiflung eingab, zurückkehrte. Der Schauplatz meines Verderbens war noch ziemlich in demselben Zustand, worin ich ihn verlassen hatte. Baccaratmarken lagen auf dem Tisch verstreut, und leere Gläser standen neben überfüllten Aschenschalen. Ein Fenster war geöffnet worden, um den Rauch abziehen zu lassen, aber dafür ließ es den Nebel herein. Raffles selbst hatte sich nur seines Fracks entledigt und statt dessen einen seiner unzähligen Hausröcke angezogen, und doch runzelte er die Stirn, als ob ich ihn aus dem Bette gerissen hätte.»Etwas vergessen?«fragte er, als er mich erblickte.»Nein,«antwortete ich, mich ohne Umstände an ihm vorbeidrängend und ihm mit einer Ungeniertheit in sein Zimmer vorausgehend, die mich selbst in Erstaunen setzte.»Sie sind doch nicht etwa gekommen, um Revanche zu fordern? Denn die würde ich Ihnen beim besten Willen allein nicht geben können. Es tat mir selbst leid, daß die andern...«Wir standen uns an seinem Kamin gegenüber, als ich ihm ins Wort fiel.»Raffles,«sagte ich,»Ihre Überraschung, daß ich so um diese Stunde zu Ihnen zurückkehre, begreife ich. Ich kenne Sie ja kaum und habe Ihr Zimmer bis heute abend noch nie betreten. Aber ich war Ihr Leibfuchs in der Schule, und Sie sagten, Sie erinnerten sich meiner. Das ist natürlich keine