Chapter

Erstes Kapitel. Aus dem Paradies verstoßen.

Wenn ich noch weitere Geschichten von Raffles erzählen soll, kann ich nichts Besseres tun, als auf die ersten Tage unsres Zusammentreffens zurückgreifen und die aus Zartgefühl leergelassenen Blätter der vorhandenen Annalen füllen. Indem ich dies tue, fülle ich aber trotz allem nur einen kleinen Teil jener großen Leere aus, über die ich jetzt sozusagen meine Leinwand für das erste lebenswahre Porträt meines Freundes gespannt habe. Eine vollkommen getreue Darstellung kann ihm jetzt ja nicht mehr schaden. Jede Warze will ich hineinzeichnen. Raffles war, wenn man alles in Betracht zieht, ein Schurke; es könnte seinem Andenken nur schaden, wollte man diese Tatsache beschönigen. Trotzdem habe ich selbst dies bis auf den heutigen Tag getan. Viele häßliche Episoden habe ich übergangen und mich dafür ungebührlich bei der die Scharten auswetzenden Seite aufgehalten. Und wer weiß, ob ich das nicht wieder tue, geblendet, selbst während des Schreibens, von dem Zauber seines Wesens, das mir meinen Schurken lieber machte als jeden andern Helden. Trotzdem aber will ich jetzt jede Zurückhaltung aufgeben und als Beweis dafür nicht länger ein Geheimnis aus dem größten Unrecht machen, das Raffles selbst mir je angetan hat. Mit peinlicher Vorsicht wähle ich meine Worte, denn ich möchte meinem Freunde noch immer treu bleiben und muß doch an jene Iden des März zurückdenken, wo er mich mit verbundenen

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