Ein Ausflug ins Teufelsmoor
Mit dem Namen "Teufelsmoor" bezeichnen die Geographen auf unsern Landkarten einen beinahe acht Quadratmeilen großen Moorstrich, der ungefähr die Mitte des Herzogthums Bremen ausfüllt und ehemals eine zusammenhängende Wildniß gebildet haben mag, jetzt aber durch die eingedrungene Cultur und die ihm nun einverleibten Dorfschaften und Ackerfluren in eine Menge einzelner Moorstriche zerlegt ist, deren jede ihren besonderen Namen trägt. Im Lande selbst wird der Name "Teufelsmoor" (oder Düvelsmoor) kaum mehr in dem weiten Sinn, in welchem er auf den Landkarten erscheint, gebraucht. Vielmehr hört man die Leute nur immer von dem "Wallhofer Moor", dem "Gieler Moor", dem "Wilster Moor", dem "Gnarsenberger Moor" und den andern kleinen Moorabschnitten sprechen. Es geht bekanntlich in der Welt überall so, daß die großen, weltumfassenden geographischen Namen nur in der Ferne bekannt sind, während an Ort und Stelle Localbenennungen gelten. Der Name "Düvels-Moor" ist jetzt im Lande selbst nur noch einem Dorfe, das ungefähr in der Mitte der ganzen Moorgegend liegt, eigen geblieben. Am Eingange zum Teufelsmoor im Thale der Hamme, eines Flusses, der in die Weser mündet, liegt ein keines Sandgebirge, der sogenannte "Weiherberg", den aber das Volk kurzweg "Up'r Wehe" (Auf der Wehe) nennt. Der höchste Gipfel dieser Düne soll 350 Fuß über dem Meeresspiegel liegen. Es ist die höchste Anhöhe weit und