Erster Band
Ich setze mich nieder, um Deiner Aufforderung nachzukommen, mein Freund. Endlich erlaubt mir die Gewalt meiner Befürchtungen, die Größe meiner Verwunderung, mich meines Versprechens zu erinnern und es zu erfüllen. Endlich bin ich ein wenig von der Ungewißheit und von dem Beben frei geworden. Endlich ist das Drama zu einem unvollkommenen Schlusse gekommen, und die Reihe von Ereignissen, welche meine Geisteskräfte in Anspruch nahmen und meine Aufmerksamkeit mit sich fortrissen, hat in Ruhe geendet. Bis jetzt war es mir unmöglich, die Feder festzuhalten – meine Sinne von der Scene loszumachen, welche sich eben zutrug, oder herannahte – mich des Haschens nach der Zukunft zu enthalten – meine Gedanken so weit von dem Vorsatze abschweifen zu lassen, der meine Befürchtungen und Hoffnungen in Anspruch nahm. Ich brauche Dich nicht daran zu erinnern, mit welchem Widerstreben ich Dich verließ. Diesen Ort am Abend zu erreichen, wenn ich nicht am Morgen abreiste, war unmöglich. Aber Deine Gesellschaft besaß einen zu hohen Werth, als daß ich sie nicht hätte bis auf den letzten Augenblick genießen sollen. Es war unumgänglich nothwendig, daß ich mich am Dienstag hier befand, aber meine Pflicht erforderte nicht mehr, wie daß ich bei Sonnenaufgang an diesem Tage ankam. Die Reise während der Nacht brachte keine großen Unbequemlichkeiten mit sich. Die Luft mochte wohl kalt und rauh sein, aber dies