Chapter

Erster Teil: Dschungelgeheimnisse - Die Gegner

»Sahib, Sahib …, rulwa Rasch, darb …« Und eine unglaublich schmutzige Kinderhand zupfte mich am linken Ärmel … Zupfte so aufdringlich, diese Hand des kleinen schmierigen Bombayer Bettlers, daß ich mich halb umwandte. Wir standen in der Gor Mascha, der breitesten der Basarstraßen von Black Town, der farbigen Stadt, standen vor dem Auslagetisch eines Silberfiligranarbeiters und hatten soeben festgestellt, daß neunzig Prozent dieser »echt indischen Hausindustrieerzeugnisse« made in Germany waren, — wahrscheinlich stammten sie aus Mannheim, meinte Harald. Und da hatte der kleine braune Bengel mir so frech seine in Öl gebackenen Rulwa-Kuchen angeboten. Um uns her war das lebendige Bild einer späten Nachmittagsstunde: Arbeitsschluß in den Fabriken, Heimkehr des braunen Proletariats zum armseligen Heim …, — Lärm, Schweißdunst … Und Blicke aus dunklen Fanatikeraugen, die jeden besser gekleideten Fremden, besonders die vielen eleganten weiblichen Touristen, mit verstecktem Haß anstarrten. — Der Durchschnittseuropäer macht sich von den Großstädten des Orients zumeist eine vollkommen falsche Vorstellung. So ist auch in Indien neben all dem unberührt Märchenhaft-Phantastischen Europas nüchterne Werktätigkeit mit all dem Drum und Dran so aufdringlich in die Erscheinung getreten, daß hohe Fabrikschlote, fauchende Autos, ratternde, bimmelnde Straßenbahnen und Millionen von Fabrikarbeitern in

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