Chapter

Kapitel 1

Mutter! Mutter! Da schau her! Was mir der Almbauer gschenkt hat!« So rief mit einer Stimme, aus der die Freude lachte, ein junges Mädel, während es mit dem Ellbogen die Türklinke niederdrückte und in die kleine, wohldurchwärmte Stube trat. Die alte Baslerin – ihr Mann selig hatte sich Johann Nepomuk Basler geschrieben – legte das Strickzeug auf ihr offenes Gebetbuch, rückte aus dem Herrgottswinkel hervor und wollte sich erheben. Schon stand das Mädel vor ihr, ließ sich auf die Knie fallen und legte in den Schoß der Mutter ein kleines, schneeweißes Lamm, das ängstlich in der Stube umherblickte und empor zu den beiden ihm noch fremden Gesichtern. »Aber Nannei! So was!« lächelte die Alte mit vergnüglicher Miene. »Gelt, Mutter, so ebbes Liebs!« jubelte Nannei, während sie behutsam das niedliche Tier liebkoste. »Schau nur, die Haar, dö rühren sich an wie lauter seidene Schneckerln! Und dös Goscherl, grad wie a Röserl, grad so a Farb hat's! Und die guten Äugerln! Aber geh!« sprach Nannei das Lamm mit schmollenden Worten an, »du Dschapei, du schaust ja drein, als ob dich wer beißen wollt. Und zittern tust! Gelt, draußen is gar so viel kalt gwesen, du arms Hascherl, du!« Schmeichelnd drückte Nannei ihr Gesicht an den Hals des Tieres und ließ ihm den warmen Hauch ihres Mundes unter die lockige Wolle strömen. »Nannei? Schämst dich denn net? Bist denn übergschnappt?« schalt die alte

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.