Doktor Wartons nächtliches Abenteuer
Doktor Edward Warton hatte sich erst unlängst in der Grimsysstraße in Neuyork als Zahnarzt niedergelassen. Er wohnte in der ersten Etage eines neueren Hauses. Auf der anderen Straßenseite zog sich der Park der Villa des bekannten, vor einem Jahre verstorbenen Forschungsreisenden Abner Alcolm mit seiner hohen, von alten Kastanien überragten Mauer hin. Die Villa selbst lag hinter Baumgrün versteckt, das jetzt im Herbst sich freilich schon verfärbt hatte und zahlreiche Lücken aufwies. Die Patienten fanden sich bei Warton nur sehr spärlich ein. Der junge Zahnarzt besaß jedoch Vermögen und war außerdem in seinen Ansprüchen sehr bescheiden. Am 17. Oktober abends gegen zehn Uhr wollte Warton gerade den Treveller-Klub besuchen, dessen Mitglied er war, als es läutete und seine Wirtschafterin Frau Flupp ihm einen Patienten meldete. Warton zog den Ulster wieder aus, ging ins Wartezimmer und fand hier einen älteren Herrn vor, der mit heiserer Stimme um Entschuldigung bat, weil er noch so spät störe. Es handele sich aber um einen sehr dringenden Fall. Seine Tochter habe seit heute früh Zahnschmerzen, und diese hätten sich nun bis zur Unerträglichkeit gesteigert. »Ich bezahle Ihnen, was Sie wünschen, Mr. Warton,« erklärte er weiter. »Mein Auto steht unten bereit. Wir haben etwa eine Viertelstunde zu fahren. Soweit ich etwas von Zahnkrankheiten verstehe, dürfte der eine Zahn an der Wurzel