Chapter

Das Rätsel um Rebekka Fumfahr

Fumfahr & Co. war ein altes Seidenhaus, im ganzen Schweizerlande berühmt. Die alten Fumfahrs hatten allerlei Reichtümer. Einen großen Hof oben in den letzten Bergtälern, der Alm nahe. Ein ganz neu erbautes Schloß am Genfer See. In blaubesonnte Täler blickend. Und jenseits in die blaßblauen Riffe von Fels und Luft und Schnee. Unten weit lagen die zitternden Spiegelungen, von verstreichenden Boot- und Dampferspuren ewig durchzeichnet. Aber die alten Fumfahrs waren tot. Das alte Seidenhaus lebte noch. Es hatte einen anderen Inhaber. Der große Hof oben in den letzten Bergtälern der Alm lebte noch, von Weidevieh umbrüllt, von einem alten Schäfer bewacht. Und das Schloß am See stand, die hohen Fenster verhangen. Von den Fumfahrs lebte nur noch Rebekka Fumfahr, die ein schönes Mädchen war. Und die jetzt im Schutze einer pflegenden Schwester Tag und Jahr zubrachte. Schwester Lotte war eine blonde Kapitänstochter. Mit einem immer unentschlossenen, immer prüfenden und fragenden Munde. Aber mit grauen Augen, die wie ein Pfeil in die Dinge schossen. Und alles erkannten bis in den letzten Winkel. Rebekka Fumfahr hatte erst an Schwester Lotte einen leidenschaftlichen Halt gefunden wegen der tiefen Kraft und Mildtätigkeit dieser Augen. Weil darin auch das Wunder lebte, das den gejagten Menschen tröstet. Aber ich muß erst erzählen, wie ich zu meiner Wissenschaft überhaupt gekommen bin. Ich

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