Chapter

Kapitel 1

Aber, mein Vater, sagte Mercedes lächelnd, woher kommt denn diese große und seltsame Liebe für den König Sancho II.? Der, an den das junge Mädchen diese Frage richtete, war ein Greis von ungefähr sechzig Jahren, mit einem Panzerhemde angethan, das mit eben so viel Sorgfalt angelegt war, als ob er sich in seinem Lager vor den Mauren von Ourique oder von Cordoba, und nicht in seinem guten Schlosse la Horta, von seiner getreuen Besatzung umringt, in vollem Frieden befunden hätte. Der Helm allein fehlte seiner vollständigen Feldherrnrüstung, und dieser war noch einige Schritte weit von ihm auf eine Truhe gestellt, neben welcher ein Knappe bereit stand, den Befehlen seines Herrn zu gehorchen. Man konnte daher sein ehrwürdiges Gesicht sehen, auf welchem, wie auf dem des Löwen, eine seltsame Mischung von Kraft und von Ruhe sich vereinte. Dieses Gesicht war von langen Haaren umgeben, welche bei Weitem mehr durch Beschwerden, als durch das Alter gebleicht waren, und trug eine oder zwei Narben, welche bewiesen, daß die Hiebe von vorn die willkommenen wären. Der Greis saß an einem Tische, den Ellbogen neben einen silbernen Humpen voll gewürzten Weines gestützt, aus dem er von Zeit zu Zeit einen tüchtigen Zug that, zwischen seinen Beinen befand sich halb liegend ein großer afrikanischer Windhund, welcher, obgleich der Hintere Theil seines Körpers gänzlich auf dem Boden ruhte, wenn er sich

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