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So werde, was du bist. In ungebundnem Drange Dem Rufe in dir folgend ohne Scheu. Das ist dein Ziel, daß du dich selbst erfährst im Zwange Der Erdenzeit; enttäuscht, doch immer wieder neu. Don Juan wurde in Thistedt in Jütland geboren. Er war ein außergewöhnlich großes Kind; hatte die fünfzigjährige Mutter ihn doch zwölf Monate getragen. Er hieß nach seinem Vater: Nielsen. Da diesem dies einzige Kind, dieser braunhäutige, schwarzhaarige Knabe (obgleich Vater und Mutter blond waren), ganz besonders gefiel, wollte er etwas Großes aus ihm machen. Er fing damit an, daß er ihm den merkwürdigen Rufnamen Juan gab. Der kleine Juan spielte nie auf der Straße; ging, obgleich er, nach der Aussage des Lehrers, sehr begabt war, ungern zur Schule. Er lag lieber allein am Strande, schlug mit seinem Stock ins Wasser – und rannte dann plötzlich wieder in den Wald, um Frösche zu fangen und sie schrecklich zu quälen. Eine Katze und eine Lachtaube, die oft im Zimmer waren, mußten die Eltern verschenken, weil der Junge in jedem unbewachten Augenblick hinter ihnen her war. Im Nachbargarten saß mitunter die kleine Karin des Fischers Jörgensen. Da konnte Juan nun wohl eine halbe Stunde lang am Holzgitter stehen und die jauchzende und schwatzende Kleine mit unheimlich starrem, dunklem Blick ansehen, um dann, wenn das Mädchen anfing zu weinen, mit kurzem Auflachen schnell davonzulaufen. Niemand wollte