Vorwort
Motto: »Das begreif ein andrer! Ich verstehe kein Wort von alledem. Irgend eine Teufelei muß dahinter stecken. Aber ich setze mein Blut zum Pfande, daß er die Wahrheit sagt.« »Der Rabe«, von Carlo Gozzi Motto: »Das begreif ein andrer! Ich verstehe kein Wort von alledem. Irgend eine Teufelei muß dahinter stecken. Aber ich setze mein Blut zum Pfande, daß er die Wahrheit sagt.« »Der Rabe«, von Carlo Gozzi Auf der Terrasse des Hotel Rispoli zu Sorrent steht die junge mingrelische Fürstin Nadeschda Lwowna und schüttelt ungeduldig die schwarzen Locken, denn ihr in der Ferne im behaglichen Nachtischgespräch verweilender Gemahl hält noch die Serviette von der Table d'hôte in der Hand und bemerkt nicht, daß Nadeschda Lwowna eine sehr dringende Frage auf den Lippen hat. Endlich gewahrt er seine Versäumnis, schleudert die Serviette einem Cameriere zu und eilt heran. Was Nadeschda Lwowna zu erfahren wünscht, ist etwas, womit es im Grunde keine Eile hat. Aber wenn man ungeduldig ist, wird alles dringend. Wer war denn also der unleidliche Gian Francesco? ruft Nadeschda Lwowna, ich muß es endlich einmal erfahren. Sie Böser, Sie Achtloser, Sie Pflichtvergessener, der Sie immer alles wissen und sich doch nie die Mühe geben, mich zu belehren! Wer war Gian Francesco? Und ehe der Fürst antworten kann, fährt sie fort: Sie sagen, er war Improvisator. Was ist das für ein Bescheid? Ich bitte mir zu