Chapter

I

In der Gluthitze des Julinachmittags war das große Arbeitszimmer mit den sorgfältig geschlossenen Fensterläden von einer großen Ruhe erfüllt. Durch die Ritzen in dem alten Holzwerk drangen nur dünne Lichtpfeile zu den drei Fenstern herein, und das ergab inmitten des Schattens eine sehr milde Helligkeit, die die Gegenstände in einem zarten, verschwommenen Licht badete. Es war hier verhältnismäßig kühl trotz der erdrückenden Glut, die man draußen unter der Wucht der Sonne spürte, die auf die Fassade niederbrannte. Doktor Pascal stand vor dem Schrank gegenüber den Fenstern und suchte eine Aufzeichnung, die er holen wollte. Der riesige geschnitzte Eichenschrank mit den starken und schönen Eisenbeschlägen aus dem vorigen Jahrhundert war weit geöffnet, und man sah auf seinen Brettern tief in seinem Innern einen Riesenhaufen von Papieren, Aktenstücken und Manuskripten kunterbunt durcheinanderliegen. Seit mehr als dreißig Jahren warf der Doktor alles, was er aufgeschrieben hatte, dort hinein, angefangen von kurzen Aufzeichnungen bis zu vollständigen Texten seiner großen Arbeiten über die Vererbung. Deshalb war es nicht immer leicht, hier etwas zu suchen. Er wühlte mit viel Geduld, und als er das Gesuchte endlich fand, lächelte er. Einen Augenblick blieb er noch am Schrank stehen und las im Schein des goldenen Lichtstrahls, der durch das Mittelfenster fiel, die Aufzeichnung. Er selber

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