Fortuna infortuna fortuna
Fortuna infortuna fortuna Epitaph der Hortense Die Legende ist zerschlagen. Tod und Leben gehören nicht zusammen. Name und Narrheit, Ruhm und Rebellion müssen geschieden werden. Der Kriegsgott kommt ins Pantheon, der Paria kommt in die Zitadelle, für immer. Der Baum lebt länger als der Mensch, der Stein ist die Dauer. Holz ist härter als Fleisch, Stein ist hart wie die Leblosigkeit. Nur Gott in seinen alten Häusern erweckt den Stein zu Geist. Zitadellen sind nichts als Härte und Dauer, sie sind böse. Sie sind böser als Leben und Tod, sie strafen Leben und Tod Lüge, sie stehen zwischen Leben und Tod als der grimmigste Versuch mit der Starre des Irdischen. Louis war zweiunddreißig Jahre, die Zitadelle achthundert Jahre alt, als sie ihn schluckte. Der Kampf des Lebens mit der Dauer ist sehr grausam und hoffnungslos. Das Urteil, das ihn, den jungen Menschen Louis, auf Lebensdauer gegen die Quadern hetzt, wird keine Rille in dem Stein zurücklassen; denn für den Stein ist der neue Mensch nicht mehr wie eine neue Mauerassel in seinen alten Fugen. Louis weiß es; denn er kennt alle Zitadellen der Erde aus seinen bösen Träumen, und die Träume kamen von den wachen Angstblicken auf die Engelsburg, als er die römische Komödie aufführte, und auf die Rocca von Spoleto, als er sich von dem gütigen Gottesmann Mastai verstecken ließ, und auf die nachtböse Festungsmauer von Straßburg, als er sich