Die Zaubernacht in den Hochlanden
»Hallowe'en, Hallowe'en! schrien sie Alle, das ist der Abend der heiligen Nacht, die schöne Nacht der Skelpies [Wassergeister.] und der Fairies [Feen.] Carrick! und Du, Colean, kommt Ihr? Alle Bauern von Carrick-Border [Name des Bezirks.] sind da. Unsere Meng und Jeannies werden auch kommen. Wir werden guten Whiskey in zinnernen Krügen bringen und schäumendes Ale und den schmackhaften Porritch [Ein schottischer Pudding.]. Das Wetter ist schön der Mond muß bald aufgehen; nimmer, Kameraden, werden die Ruinen von Cassilis-Downans eine so heitere Gesellschaft gesehen haben!« Also sprach Jock Muirland, ein Landmann und junger Wittwer. Er war, gleich den meisten schottischen Bauern, Theolog, ein kleiner Dichter und großer Trinker, aber dennoch sehr sparsam; Murdock, Will Lapraik, Tom Duckat waren bei ihm. Die Unterhaltung fand in der Nähe des Dorfes Cassilis Statt. Ihr wißt wahrscheinlich nicht« was der Hallowe'en ist: es ist das die Nacht der Feen, in der Mitte des Augusts; alle neckischen Geister tanzen dann auf der Heide, eilen über die Gefilde, oder reiten auf des Mondes bleichen Strahlen. Der Hallowe'en ist der Fasching der Genien und Gnomen. In dieser Nacht giebt es keine Grotte und keinen Felsen, wo nicht ein Ball und ein Fest gefeiert würde; nicht eine Blume, die nicht von dem Hauch einer Sylphide bewegt würde; keine Haushälterin, die nicht sorgsam ihre Thür verschlösse,