Chapter

Die Zauberinsel

Die Zauberinsel „Na – nu kimm do man rut, min Jung!“ brüllte Kapitän Eschler mit seiner Donnerstimme zwischen die im Laderaum der Brigg „Marie“ aufgestapelten Kisten und Ballen hinein, indem er das Licht seiner Laterne über die gerade noch sichtbaren Beine des blinden Passagiers hingleiten ließ, den der Steuermann vorhin bei einem Revisionsgange durch das Schiff entdeckt hatte. Doch die Beine, um die der rötliche Lichtschein spielte, wurden jetzt nur noch näher an den Leib herangezogen, und ihr Besitzer schien keinerlei Neigung zu haben, sein Versteck zu verlassen, in dem er es nun schon Wochen ausgehalten hatte, denn so lange war es her, seit die Brigg aus dem Hafen von Hamburg mit einer gemischten Ladung für Pernambuco in Brasilien abgefahren war. Hinter dem Kapitän und dem Steuermann drängten sich einige Matrosen neugierig zusammen. Und einer von diesen sagte jetzt lachend: „Käpt’n, hei (er) bruck ne andre Inlodung – son por Eimer Woter.“ Eschler, einem Mann in den besten Jahren mit einem blonden Vollbart und blauen, gutmütigen Augen, die nur zuweilen recht streng blicken konnten, schien dieses feuchte Mittel jedoch nicht zu gefallen. „Jungs, räumt die Fracht weg, dann hebben wir ihn“, meinte er kurz. „Und hebben wir ihn erst, so kriegt hei das Tauend’ zu schmecken, so wahr ich Friedrich Eschler heiße!“ Die Aussicht auf diese etwas handgreifliche Begrüßung schien den blinden

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