Teil 1 - 1. Kapitel. Der Warner meldet sich.
Über der Nordsee lagerten leichte Nebel, von denen auch die auf der Insel Walcheren gelegene Hafenstadt Vlissingen eine Mütze voll zu spüren bekam. Es war eine Nacht zu Anfang des Monats August, aber die empfindliche Kühle erinnerte mehr an den Oktober, und der alte holländische Seeheld de Ruyter, der da in Bronze gegossen auf dem Nordseeboulevard in Vlissingen steht, mochte froh sein, daß er ein so wetterfestes Wams trug. Wenn er sein hartes Kämpfergesicht unmutig und empört hätte verziehen können, würde er es bestimmt in dem Augenblick getan haben, als ich, rasch aus den Nebelschwaden auftauchend, hinter seiner massigen Gestalt Deckung suchte und schnell den Schalldämpfer über den Lauf der langen Coldpistole schob. Ich hatte mich gegen zehn Uhr aus dem Hotel, wo ich sowie die mir zugeteilten drei Detektive weitere Befehle von London abwarten sollten, ohne meine Leibgarde davongeschlichen, denn ich brauchte Bewegung, und auch Freund Ghost, der sich nun dicht an meine Beine klemmte, war das Stillsitzen nicht gewöhnt. Daß diese Spaziergänge mit einem bedenklichen Risiko verknüpft waren, machte mir nichts aus. Gewisse Vorfälle hatten mich gewarnt. Es gab hier Leute, denen der Chef der Abteilung 2 B ein empfindlicher Dorn im Auge war. … Da kamen sie auch schon wie die Katzen herangeschlichen, die drei »harmlosen« Matrosen. Zwei hielten sich an der rechten Seite der Promenade,