Chapter

Eine Wolke Mit Geschaeftsidee

Die meisten Wolken haben an ihren Nachmittagen nichts zu tun. Sie ziehen dahin. Sie schauen Krähen zu. Sie streiten sich mit dem Wind. Wolke Nummer zweiundvierzig hatte ein kleines Geschäft. Er vermietete sich stundenweise für Tagesschläfchen. Er hatte ein Schild. Auf dem Schild stand: *Weich. Ruhig. Ohne Wetter. Eigenes Kissen mitbringen.* Seine Kundschaft war vielfältig. Manchmal ein müder Postbote, der eine halbe Stunde aus dem Regen brauchte. Manchmal ein Schwarm Fische, wenn der Fluss zu laut war. Einmal eine ganze Hochzeitskapelle, die sechs Tage am Stück bei einer Froschhochzeit gespielt hatte. Heute war sein Kunde ein müder alter Dachs namens Vesper. Vesper hatte drei Wochen lang einen neuen Tunnel gegraben. Seine Pfoten taten weh. Sein Rücken tat weh. Er hatte seit Monaten keinen ganzen Nachmittag geschlafen. Vesper bezahlte die Wolke mit einem kleinen Glas Brombeermarmelade. „Wie lange brauchst du?", fragte die Wolke und ließ sich herab. „Zwei Stunden", sagte Vesper. „Vielleicht drei. Ich habe seit Monaten nicht geschlafen." „Nimm vier", sagte die Wolke großzügig. Vesper kletterte hinauf. Die Wolke war fest genug zum Liegen, weich genug, dass die alten Knochen nicht schmerzten. Da war eine kleine Mulde genau dort, wohin Vespers Kopf wollte. Da war eine Stille hier oben, die es am Boden nirgendwo gab. Vesper schlief. Die Wolke trieb sanft. Sie stieß nicht

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.