Chapter

Erster Teil

Die Leute aus den großen Städten haben kein Verständnis für Maße und Größenverhältnisse in den Kleinstädten. Sie meinen, sie dürften einfach kommen und sich auf den Marktplatz hinstellen und lächeln und überlegen tun, meinen, sie dürften über die Häuser und das Pflaster lächeln, das meinen sie gar oft. Aber können sich nicht die älteren Leute in der Kleinstadt noch an die Zeit erinnern, wo die Häuser noch kleiner und das Pflaster noch schlechter gewesen waren? Sie haben es erlebt, daß der Ort vorwärtskam. Und jedenfalls hat C. A. Johnsen ein mächtiges Haus bekommen, Johnsen, am Landungsplatz, ein geradezu herrschaftliches Haus; es hat eine Veranda unten und einen Altan darüber und Schnitzwerk das ganze Dach entlang. Viele andere kostspielige Gebäude sind auch entstanden: die Schule, der Speicher am Landungsplatz, verschiedene Kaufmannshäuser, das Zollhaus, die Sparkasse, nein, darüber braucht man nicht zu lächeln. Es ist sogar eine Art Vorstadt da: auf den Felsenhügeln nach der Werst zu wohnen wohl etliche zwanzig Familien; die hübschen kleinen Häuser sind gelb, rot oder weiß angestrichen, je nach dem Geschmack des Besitzers, sie haben seinerzeit manchen Spargroschen gekostet. Und im übrigen fehlt es auch für Großstädte nicht an Zeiten des Auf- und Niedergangs, das ist ganz gewiß; aber hatte man je gehört, daß Johnsen am Landungsplatz einmal mit leeren Händen dagestanden und

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