Die vier Palmen
„Mein Herr, auf diese Weise kommen wir wirklich nicht zum Ziel! Ich muß wissen, wen ich vor mir habe, bevor ich mich überhaupt auf eine vertrauliche Unterredung, um die Sie gebeten haben, einlasse. Bedenken Sie, daß wir uns mitten im Weltkrieg befinden, daß gerade wir Deutschamerikaner von englischen Spione umlauert sind, genau aufpassen, ob wir uns vielleicht in unseren Sympathien für das alte Vaterland drüben zu einem Unternehmen verleiten lassen, aus dem man uns einen Strick drehen kann.“ Der, der so sprach, war ein hochgewachsener, graubärtiger, älterer Herr. Er saß seinem Besucher in seinem Privatkontor gegenüber, einem reich ausgestatteten Raume, aus dem eine gepolsterte Doppeltür in die übrigen Bureausäle der Instrumentenfabrik Karl Reimer und Sohn führte. Diese Firma war in zweifacher Beziehung die erste in San Franzisko. Einmal, weil sie als erste Fabrik dieser Art in der Hauptstadt des westlichen Amerikas gegründet worden war, dann aber auch, weil sich ihre drei Konkurrenten in keiner Weise mit ihr messen konnten. Ihr Ausfuhrgebiet umspannte die Erde bis nach New York, Indien und Australien, die Zahl ihrer Arbeiter ging in die Tausende und die Reimerpianos und -flügel hatten längst Weltruf erlangt. Sehen wir uns jetzt den augenblicklichen Besucher des Hauptchefs der Weltfirma etwas genauer an. Es war dies ein jüngerer, nach der letzten Mode gekleideter Herr,