Chapter

Die Versprengten

Der Ordonnanzoffizier setzte über den Chausseegraben und jagte dann weiter auf den kleinen Hügel zu, auf dem der Divisionsstab im Schutze einer Kieferngruppe Aufstellung genommen hatte. „Da kommt ja der Prinz Stelheim,“ meinte der Divisionskommandeur zu seinem Adjutanten und ließ seinen Braunen eine kleine Linksdrehung machen. „Der scheint es ja sehr eilig zu haben. Ein famoser Sprung eben über den Graben. Da – verd…, da haben wir die Geschichte!“ Schon vorher hatte sich in der von platzenden Schrapnells erfüllten Luft der tiefe Orgelton, dieses unheimliche, heulende Geräusch einer Granate aus einem schweren Feldgeschütz bemerkbar gemacht. Und nun war das Geschoß keine hundert Meter links vom Divisionsstab in den zertretenen Acker eingeschlagen, dicht vor dem herangaloppierenden Meldereiter, der jetzt in einer durch die Explosion aufgeworfenen Sandwolke für Sekunden völlig verschwand. „Armer Prinz,“ sagte Exzellenz bedauernd. „Er dürfte hin sein.“ Aber der junge Ordonnanzoffizier rappelte sich jetzt unter seinem offenbar schwerverletzten Pferde, das wild mit den Hufen um sich schlug, wieder auf und stapfte mit etwas unsicheren Schritten weiter auf den Divisionskommandeur zu. Der ritt ihm, von feinen Offizieren gefolgt, im Trab entgegen. Und schon von weitem rief er dann: „Sie haben Glück gehabt, Durchlaucht. – Nun, und was bringen Sie neues?“ Prinz Stelheim nahm die Hacken

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