Die Verfolgten
Das Haus stand in der krummen Quergasse, bevor es abgeht nach dem Engelswisch. Ein wenig schief öffneten sich die Häuser an der Ecke auf das Himmelreich, dahinter dunkel die Gotteskirche von St. Markus aufsteht. Die goldene Schuhbrücke hinab, zur Linken, fiel die Stadt zum Hafen. Am frühen Morgen fuhr die Meerluft um die Häuser, und Salzzapfen schienen an dunklen Abenden von den Fensterborden herabzustarren, sodaß manche Armeleutezunge gern daran herumgewischt hätte, um die frische Bitternis zu dem trocknen Nachtmahl als Zugabe zu haben. Das Haus besaß zwei Reihen Fenster, dreistöckig stieg ein Giebel darüber in die Luft, der, an den Seiten frei, durch die Jahrhunderte hätte schon öfter herunterfallen können. Er verzierte und verjüngte sich nach oben und sah einem großen Hute gleich, der einem kleinen Kopfe aufgesetzt ist. Im übrigen hatte er in seiner Kurve einen Zug, der das ganze Haus auffällig machte, wenn auch viele Häuser ringsherum die Merkwürdigkeit des Barocks besaßen. Um einzutreten, mußte man drei steinerne Stufen ansteigen und eine bezinnte alte Tür von dunkler Eiche aufstoßen. Dann hatte man auf der Höhe der Stufen über ich einen starken Kranz getriebenen Eisens, überzogen mit ausgewaschenem Gold, das ganze ein längst vergessenes Handwerkszeichen, darin am Abend eine Gasflamme beschaulich brannte. Die Flamme war übrigens nicht groß, und ihr Licht verlor sich in der