Chapter

Der automatische Hund

Jener 29. Oktober, mit dem für uns das sonderbare Problem der Uhr ohne Zeiger begann, war der Tag nach der verwegenen Flucht Anita Galskis aus der Krankenabteilung des Untersuchungsgefängnisses. An diesem 20ten, der gegen Abend Regen und Sturm gebracht hatte, hatte uns unser Freund Bechert um sieben Uhr angerufen und uns mitgeteilt, daß auf Veranlassung des Leiters der Berliner Kriminalpolizei unser Haus in der Blücherstraße vorläufig insgeheim überwacht werden würde, da mit größter Bestimmtheit damit zu rechnen sei, daß die rücksichtslose Verbrecherin versuchen würde, sich an uns beiden irgendwie zu rächen. Harst war es ja gewesen, der ihre teuflischen Pläne im letzten Augenblick zum Scheitern gebracht hatte. Millionen waren ihr entgangen, und ihr Haupt wäre fraglos dem Henker verfallen gewesen, wenn es ihr eben nicht geglückt wäre, bereits am Tage nach ihrer Verhaftung zu entweichen und jegliche Spur hinter sich zu verwischen, obwohl sie aus dem Fenster eines der Badezimmer der Krankenabteilung, nur mit einem großen Frottiertuch umhüllt und in Unterkleidern, über den Hof und die Mauer die Straße erreicht hatte. Harst hatte sich nach dem Telephongespräch mit Bechert wieder in seinen Klubsessel zurückgezogen und lediglich geäußert: »Anita wird sich hüten, hier in der Blücherstraße sich sehen zu lassen. Rächen wird sie sich. Aber nicht sofort. Zunächst wird sie froh sein, mit

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