Chapter

Die Überlebenden der „Skandinavia"

Frühling in den Polargegenden: überall rinnende Bäche und winzige Wasserläufe, die sich über die Eismassen hin einen Weg zu Tal bahnen, sich an tieferen Stellen, in Tälern und Mulden, zu kleinen Seen und Teichen ansammeln, das Eis, dem sie ihre Entstehung verdanken, zerfressen und tiefe Rinnen schaffen, in denen es gurgelt und schäumt von den geschmolzenen Oberschichten dieser endlosen, weißen Wüsten. Zermürbt sind die hügeligen Flächen der Schnee- und Eisfelder, schlüpfrige Feuchtigkeit herrscht überall … All das ist das Werk der Sonne, die nach der endlosen Polarnacht täglich in größerem Bogen über dem Horizont kreist und auch die Tier- und Pflanzenwelt durch ihre wärmenden Strahlen herbeilockt: die verschiedenen Vogelarten, die die einsamen Nordpolarländer im Sommer bevölkern, und die Säugetiere, die vor der erstarrenden Kälte weiter nach Süden gewandert waren und nun wieder höhere Breiten aufzusuchen wagen, um dort ihre Nahrung zu finden … Über ein schlammiges Schneefeld kämpft sich mühsam ein von drei völlig abgemagerten Hunden und drei in Pelze gehüllten Männern gezogener, vollbepackter Schlitten aus leichten Bambusstangen weiter nach Süden zu. Schweigend, mit verbissener Energie, watet Mensch und Tier durch die bei jedem Schritt aufspritzende, kalte Nässe dahin. Die struppigen Köter keuchen, und den Männern steht der Schweiß auf den schmutzstarrenden, seit vielen Wochen

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