Die ersten vierundzwanzig Stunden
Wer immer unter der Bombayer englischen Gesellschaft Anspruch auf Beachtung erhob, hatte der ehrenvollen Einladung des Gouverneurs von Britisch-Bombay zur Galatafel im Taj Mahal Palace zu Ehren des Nizam von Haidarabad, des mächtigsten der indischen Fürsten, mit geschmeicheltem Stolze Folge geleistet. Unaufhörlich rollten knatternde Kraftwagen oder schwerfällige indische Zebugespanne vor das Hotelportal, je nachdem ein englischer oder einheimischer Gast anlangte. Denn es ging an diesem Feste zu Ehren eines indischen Fürsten nicht gut an, die eingeborene Gesellschaft zu schneiden. Gleichwohl fanden die Engländer noch reichlich Gelegenheit, auch an diesem Abend sich in die gewohnte frostige Atmosphäre ihrer hochmütigen Abgeschlossenheit einzuhüllen wie erdenentrückte, wolkenverschleierte Gletscherhäupter. Bis zum Beginn der Galatafel, die Punkt sieben Uhr Bombayer Ortszeit angesetzt war, ergingen sich die Gäste draußen auf der kühlen, schattigen Hotelterrasse mit der unvergleichlichen Aussicht über den Apollo Bandar weit hinaus auf das schimmernde, von der scheidenden Sonne Glut in Feuer und Flamme getauchte Meer. Andere Gäste hatten sich auf die steinernen Bänke der märchenhaft schönen Palmenhöfe mit ihren plätschernden, glänzenden Springbrunnen niedergelassen, und wiederum andere lustwandelten durch die weiten Hallen und Säulengänge dieses weltberühmten Riesenhotels, das den