Chapter

Die Tuer In Der Hecke

Am Rand des Feldes von Mareks Großeltern stand eine alte Weißdornhecke. Die Hecke war länger dort gewesen als das Feld. Die Hecke war, möglicherweise, länger dort gewesen als das Dorf. Mitten in der Hecke, dort, wo die Dornen am dichtesten waren, gab es eine kleine Holztür. Die Tür war nicht viel größer als ein Küchenschrank. Sie war in einem weichen Grün gestrichen, das zu Grau verwittert war. Sie hatte einen kleinen Eisengriff und ein Eisenschlüsselloch. Die Dornen des Weißdorns waren um den Türrahmen gewachsen, aber sie waren nicht über die Tür selbst gewachsen, was seltsam war, denn niemand hatte sie zu Mareks Lebzeiten je geöffnet. Mareks Großvater hatte ihm immer gesagt: Lass die Tür in Ruhe. „Warum?", hatte Marek gefragt. Sein Großvater, der sonst voller Geschichten war, hatte nur gesagt: „Manche Türen sind nicht zum Öffnen da." Zehn Jahre lang hatte Marek sie nicht geöffnet. Diesen Sommer war Marek elf, und er hatte es satt, nicht zu wissen. Er stürmte nicht einfach hinein. Marek war ein vorsichtiger Junge. Er hatte nach langem Nachdenken beschlossen, die Tür nicht zu öffnen, ohne vorher richtig zu fragen. Er fing damit an, seine Großmutter zu fragen. Seine Großmutter hatte nachgedacht. „Dein Urgroßvater hat die Tür gebaut. Ich habe nie erfahren, warum. Er hat von einem Versprechen gesprochen. Dann ist er gestorben, und das Versprechen ging mit ihm. Dein

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