Chapter

1. Kapitel: Pater Angelus

Pater Angelus. »Bringen Sie Ihre arme Schwester in eine andere Umgebung,« hatte Harald Frau Margrit Lync geraten. So wurde es denn eine traurige, ernste Fahrt nach der Sonnen- und Palmeninsel Colombo. Die bedauernswerte Lydia Burns-Sellerhoop, deren Geist durch die entsetzliche Entdeckung, daß ihr Geliebter ein gemeiner Verbrecher war, schon vor Jahren tief umnachtet worden, saß während der Seereise zumeist unter dem Sonnensegel auf dem Achterdeck der Ohio im Liegestuhl und starrte mit weltfremden Blick über die klare, leicht bewegte See in endlose Fernen. Es war ein Glück für die Ärmste, die da im Wyndhia-Dschungel für die entarteten Daki-Zwerge die Göttin gespielt hatte, daß ihr Verstand die letzten Vorgänge nicht mehr in ihrer vollen Bedeutung gefaßt hatte. Niemals fragte Sie nach Burns, dem Anführer der Erpresserbande. Er schien aus ihrem Gedächtnis ausgelöscht. Ihre ganze krankhafte Liebe und Zärtlichkeit vereinigte sich auf ihre Zwillingsschwester Margrit und auf ihren zahmen kleinen Affen Koko. Beide durften nie von ihrer Seite weichen. Turnte Koko einmal droben im Takelwerk umher, so brach die Kranke sofort in bittere Tränen aus, und notwendig mußte Koko dann wieder schleunigst eingefangen werden. Am dritten Reisetage vormittags gegen elf hatten wir im Kielwasser der Jacht die schwarzen, dreieckigen Rückenflossen von vier Menschenhaien bemerkt, — in diesen Gewässern

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