Erster Band - Erstes Buch
Ob das Unglück uns trifft, ob das Schicksal uns verfolgt, was tut das? Es wird deshalb doch niemals an Menschen fehlen, die, das Lächeln auf den Lippen, die Seele von Lust erfüllt, zu uns kommen, um uns an ihren Vergnügungen teilnehmen zu lassen, solange die Not nicht offen den Zauber unseres früheren Wohlergehens vernichtet hat. Es ist daher dieser Zauber, aber auch dieser Zauber allein, welcher die glänzende Menge, die große Welt genannt, zu uns führt, welcher macht, daß wir von derselben nicht verlassen werden, wenn sie auch weiß, daß wir unter der Last des Verhängnisses leiden. Die Baronin Danglars hatte unter diesem furchtbaren Gewichte ihr Haupt beugen müssen, denn sie war von einem harten Schlage getroffen worden; gleichwohl versammelte sie in ihrem Hause noch immer eine glänzende Menge, und sie genoß das Vergnügen, ihre goldgeschmückten Salons als die rühmen zu hören, in denen während einiger Stunden alle die unfrommen Elegants des grünen Tisches am besten empfangen und unterhalten würden. Und nie fehlte an diesen grünen Tischen das Gold, noch der Wille zu spielen, wenn man nur nicht das Privatleben der Spieler zu ergründen strebte. Der Stolz und der Ehrgeiz der interessanten Baronin Danglars, ihr hoher, schlanker Wuchs, ihr aristokratisch-blasses Gesicht, in welchem ein Paar schöne Augen bald funkelten, bald erloschen, je nachdem sie sich unter dem Einflusse eines