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Die tote Lady Rockwell - 1. Kapitel: Auf hoher See

1. Kapitel Auf hoher See. Wir fühlten uns als Gäste Kapitän Andersons in Bombay sehr wohl. Seine landschaftlich so überaus reizvoll liegende Villa am Südostabhang des Kumbala-Berges mit dem prächtigen parkähnlichen Garten erschien mir, dem Neuling im Orient, wie der berühmte Zaubergarten des Aladin aus Tausend und eine Nacht. — Es war am Morgen nach Cecil Warbattys leider nur zu gut geglückter Flucht. Die Polizei hatte natürlich sofort hinter dem Motorrennboot des Flüchtlings ein englisches Depeschenboot und zwei sehr schnelle Privatjachten hergeschickt. Harst jedoch hatte dazu nur die Achseln gezuckt. »Sie könnten sich die Brennstoffvergeudung sparen. Einen Warbatty fängt man nicht mit solchen Durchschnittsmitteln!« sagte er — und mit Recht! Seine Stimmung war recht schlecht. Er suchte dies zu verbergen. — Wir saßen mit Anderson und seiner freundlichen Gattin auf der Veranda des Bungalow beim Frühstück. Einer der Hindudiener brachte die Morgenpost und die neuesten Zeitungen. Da die Hitze wieder so furchtbar war, daß wir kaum Lust zu einer Unterhaltung verspürten, nahmen wir jeder ein Blatt vor, — auch ich, obwohl meine englischen Sprachkenntnisse kaum genügten, eine hiesige Zeitung glatt herunterzulesen. Ich schaute denn auch nur zum Schein in die Bombayer Morningpost hinein, beobachtete weit mehr meine Tischnachbarn und ein paar halbzahme Affen, die auf dem Geländer der

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