Chapter

Die Testamentsklausel

Laß uns zum Presseball gehen, Armin!« »Was sollen wir dort?« »Uns unterhalten, den Abend totschlagen.« »Guter Kerl, das hilft mir auch nicht darüber hinweg.« »Aber es lenkt dich ab.« »Als ob meine Gedanken heute einen Weg gingen, der nicht schließlich doch da hinführte, wo sie nicht sein sollen! Ich möchte lieber nach Hause.« »Um Grillen zu fangen. Das hat doch keinen Zweck.« »Es hat ebensowenig Zweck, daß ich zum Presseball gehe. Da soll ich am Ende noch geistreich sein. Nein, Hans, ich mag heute keine Menschen sehen.« »Du bist dir selbst der schlechteste Gesellschafter. Komm nur mit! Schlieven und Werdern sind auch dort.« »Ein Grund mehr für mich, wegzubleiben. für diese beiden großen Frauenverächter wäre ich heute eine Zielscheibe des Spottes. Sie wissen so gut wie du und ich, daß Alexandra Wendhoven heute Hochzeit hält und daß ich von ihr zum Narren gemacht wurde. Für ihren Zynismus wäre das gefundenes Futter. Ich mag diese beiden Pessimisten überhaupt nicht leiden. Trotzdem mich eine Frau verriet, glaube ich noch an die Frau. Um sie frivol in den Staub ziehen zu lassen, hab ich meine Mutter zu hoch verehrt und geliebt. Nein – laß mich zufrieden. Gehe du doch allein hin, wenn dich danach verlangt.« Hans von Rippach drehte an seinem blonden Schnurrbart und zuckte die Achseln. »Mir liegt nichts daran,« sagte er abwehrend. »Ich wollte nur für dich Zerstreuung.« »Du meinst es

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