Chapter

Vorspiel: Die Jugend Raimund Eudelines

Ein majestätischer Saaldiener, der eine Lampe trug, ging vorüber. Victor Eudeline hustete, um sich einen Ton zu geben, und bat, den Herrn Vorsteher gefälligst an ihn erinnern zu wollen. Der Mann machte, ohne sich umzudrehen, ein bejahendes Zeichen und verschwand im Dunkel einer Doppeltür. Der Bittsteller wartete, auf einer mit Moleskin belegten Holzkiste sitzend, seit einer Stunde in dem langen Vorzimmer des Pariser Gymnasiums mit dem gebleichten Fußboden und den mit einer ungeheuern glasierten geologischen Karte bedeckten Wänden. Der Tag, ein Spätfrühlingstag, ging zur Neige, und durch die Vorzimmerfenster sah Eudeline, wie sich auf allen Stockwerken des Hofes hohe, rechteckige Gaslaternen der Reihe nach entzündeten. Dieser dunkelnde Hof überströmte für ihn von triumphierenden Erinnerungen. Hier hatten Raimund und Antonin, seine beiden Knaben, die Ersten der Klasse im Gymnasium Charlemagne, ihm drei Jahre hintereinander – auch noch im vorigen Sommer – die Freude bereitet, den so bescheidenen Namen Eudeline, den Namen eines durch Glück und Energie zum Meister vorgerückten Tischlergesellen, unter Zujauchzen und Fanfarenklang nennen zu hören. Oh, die Aufregung in diesem Hof, der mit Kindern und festlich gekleideten Eltern gefüllt war, in dem es von Hermelinpelzen und verbrämten Röcken wimmelte! Und sein Zug durch die Menge, zwischen den mit Kränzen und Erfolgen beladenen Söhnen,

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