Chapter

Friedrich Stoltenkamp und der Beginn

Die Faust des Vierzehnjährigen saß dem scheltenden Mann mitten zwischen den Augen. Das Wort brach ab. Als wäre es erschlagen. Und die beiden Männer, die mit im Zimmer waren, griffen erschrocken in die Luft. Der Getroffene aber hatte nicht gezwinkert. Das glattrasierte, rotbraune Gesicht mit dem kantigen Bauernschädel wechselte nur ein wenig die Farbe. Hin und her. Und in den scharfen Kaufmannsaugen stand es eine kurze Spanne wie Verblüffung. »Grote,« sagte der Düsseldorfer Münzwardein Noelle hastig und trat mit einer beschwichtigenden Handbewegung an den Tisch. »Unternehmen Sie jetzt nichts, Grote. Sie sind mit Ihren Worten Zu weit gegangen, und der Junge – der Junge...« – er räusperte sich heftig – »das steht auf einem anderen Blatt. Es kann für einen Sohn nicht angenehm sein, seinen Vater so – so – herunterputzen zu hören. Meinen Sie nicht selber, Grote?« »Komm, Vater,« bat der Junge leise und griff nach des Vaters Hand. Und Friedrich Stoltenkamp setzte den hohen, oben abgeplatteten Filzhut auf und ging mit dem Sohn zur Tür. Da kehrte dem Hausherrn im Ledersessel die Sprache zurück. »Vetter Stoltenkamp – die Hitzigkeit des Jungen – hoho, ich kann mich doch in meinem Hause nicht mit einem Kind katzbalgen – so was kann nicht an mich heran und macht die Sache nicht besser und nicht schlimmer. Aber ich wiederhole Ihnen: Keine Karre Kohlen geht aus meiner Grube noch in Ihre

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