Kapitel I
Ein Mann auf dem neuen Flaggenhügel? Was soll er denn dort? Das ist wohl wieder ein schlechter Witz von dem Ladentheodor! Das hätte sein Vater, der alte Per im Laden, wissen sollen! Seht, der Mühlenbesitzer, Herr Holmengraa, der hat eine Flaggenstange, eine Flagge und einen Signalgast, und das ist begreiflich und notwendig, denn er muß für die Postschiffe die Flagge aufziehen, und auch wenn ein großes, schwer mit Korn beladenes Frachtschiff für die Mühle auf die Landungsbrücke zusteuert. Aber Theodor im Laden hat keine Scham im Leibe, er errichtete einen Flaggenhügel, nur weil er ein Krämer war, und flaggte für alles mögliche und manchmal für nichts und wieder nichts oder nur, weil Sonntag war. Er machte sich lächerlich. Jetzt hat er wieder einen Mann auf den Flaggenhügel hinaufgesandt, ganz als wäre das nötig, und der Mann späht aufs Meer hinaus und hält die Flagge bereit, damit er sie hinauffliegen lassen kann, sobald er sieht, was er sehen soll. Aber eigentlich schaut er doch wohl nur nach dem Fischkutter aus. Es ist merkwürdig so oft auch der junge Theodor im Laden schon die Flagge aufgezogen und die Leute an der Nase herumgeführt hat, immer wieder hat man es ihm verziehen. Er hatte doch die Leute neugierig gemacht, hatte sie mitgerissen und die Zungen in Bewegung gesetzt und jetzt, was ist nun wohl heute wieder los? Diesem verflixten Theodor war immer irgendeine