Chapter

Auch ein Beitrag zur agyptischen Frage

Das Gelag des verwichenen Abends hatte meine Nerven etwas zu sehr angegriffen. Ich litt an abscheulichem Kopfweh und fuhlte eine verzweifelte Schlafrigkeit. Unstat daher auszugehen, um den Abend zu verbringen, wie ich mir vorgenommen, konnte ich nichts Besseres thun, als einen Mundvoll Suppe zu essen und mich dann sogleich zu Bett zu legen. Nachdem ich mein Frugales Mahl beendigt, legte ich mein Haupt auf das Kissen und verfiel mit Hilfe eines kapitalen Gewissens sofort in tiefen Schlaf. Wann fanden aber menschliche Hoffnungen ihre Erfullung? Ich konnte kaum mit dem dritten Schnarchen zu Ende sein, als ein wuthendes Klingeln an der Hausthur und ein ungeduldiges Pochen mit dem Klopfer mich erweckte. Eine Minute darauf und als ich mir noch die Augen rieb, hielt meine Frau mir ein Billet von meinem alten Freunde Dr. Witzleben vor das Gesicht. Es lautete folgendermassen: "Kommen Sie auf jeden Fall sofort nach Empfang dieses zu mir, werthester Freund. Kommen Sie und theilen Sie unsere Freude. Nach langen unermudlichen Verhandlungen habe ich endlich von dem Direktor des stadtischen Museums die Genehmigung zur Untersuchung der Mumie erlangt -- Sie wissen, welche meine. Ich habe die Erlaubnis, sie auszuwickeln und, wenn es wunschenswerth erscheint, zu offnen. Es werden nur wenige Freunde zugegen sein -- naturlich auch Sie. Die Mumie befindet sich in meiner Behausung, und wir werden

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