Chapter

Die sieben goldenen W

»Man könnte sich krank ärgern über alle diese Schreibereien in den Zeitungen wegen des Mordes am Torsplatz. Dieses ewige Geschimpfe auf die Polizei! ›Schläft der Polizeipräsident? Sind die Leiter der Fahndungsabteilung ihrer Aufgabe nicht gewachsen?‹ Ich möchte nur wissen, wie die Herren Kriminalreporter sich benehmen würden, wenn man sie auf einen so trostlosen Fall wie den Mord an Frau Save losließe!« Advokat Sigurd Williams warf die Abendzeitung mit solcher Kraft auf den Tisch, daß sie auf den Boden flog. Dann stand er mit einem Ruck auf und begann mit kurzen, schnellen Schritten im Zimmer auf und ab zu gehen. Sein treuer Gehilfe, Gustav Ringe, an den diese Rede gerichtet war, verkroch sich noch tiefer in den bequemen Ledersessel und verfolgte mit ziemlich lahmem Interesse die Wanderung seines Freundes. Williams und Ringe waren jetzt fast zehn Jahre zusammen. Das Advokaten- und Privatdetektivbüro, das der erstere gegründet und in das er Ringe aufgenommen hatte, hatte sich allmählich zu einem der angesehensten in Stockholm entwickelt. An Arbeit herrschte kein Mangel. Zivilprozesse gab es täglich mehrere, und außerdem wurde Williams oft als Strafverteidiger in Anspruch genommen, da er es verstand, mit Geschick und Erfolg die Sache seiner Klienten zu führen. Übrigens hatte ihn eine Strafsache mit Ringe zusammengebracht. Mehr als zwölf Jahre war es jetzt her, daß der junge

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