Chapter

Einleitung

Dieses ist eine lange und abenteuerliche Geschichte, so wild und verworren wie nur eine von denen, die man in den Büchern lesen kann. Und ich weiß nicht, warum es so ist, aber allemal, wenn ich daran zurückdenke, kommt mir der Vers in den Kopf, den ich einmal gelesen habe. Es ist ein englischer Vers aus Bulwers »König Richard«, und ich gebe ihn hier in schlechtem Deutsch: »Gekuscht an Deck, die Hälfte wohl der harten Leute Lag krumm, verwittert unter frost'gen Sternen, Mit steifen Gliedern, schon des Todes Beute, Mit stierem Blick in wesenlose Fernen. Blutleer Gespenst! Des Eismeers Pesthauch kommt gekrochen, Zersetzt das Blut und nagt durch Mark und Knochen.« Und die dabei eine Rolle spielten, wo sind sie geblieben? Es ist ihnen ergangen nach den Worten, die Alaska-Jim immer im Munde zu führen pflegte: »Die Toten erzählen keine Geschichten!« Wo sind sie alle? Was ist aus ihnen geworden? – Je nun – was wird aus Seeleuten? Da wäre noch Hein Petersen, der etwas darüber zu sagen wüßte, aber der ist nun schon verheiratet. Er hat eine Kellerwirtschaft an der Langen Reihe zu Hamburg. Alle Tage wird er dicker, und die steifen Grogs der Schauerleute, die bei ihm verkehren, nehmen ihn so in Anspruch, daß er kaum zum Schlafen, geschweige denn zum Bücherschreiben kommt. Neulich erst bin ich drüben gewesen, und es war so gut wie ein Theater, wenn man ihm zusah, wie er mit der Kundschaft

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